Der Vorstand zieht Bilanz: Fusion war die richtige Entscheidung

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Hohenlimburg / Holthausen

Vor fast einem Jahr haben sich die Vereine Eintracht Hohenlimburg und TuS Holthausen zur Sportgemeinschaft Hohenlimburg/Holthausen verschmolzen.

Freitag in einer Woche lädt der Verein zum ersten Mal unter seiner Flagge zur Jahreshauptversammlung. Zeit, mit dem Vorstand eine erste Bilanz zu ziehen. Die WP sprach mit Clemens Stenner (Vorsitzender), Frank Rafflenbeul (2. Vorsitzender), Philipp Leichtnam (Kassierer) und Bernd Ebmeier (Geschäftsführer).

Wie fällt Ihr erstes Fazit vor der Mitgliederversammlung aus?

Clemens Stenner: Die Fusion zwischen der Eintracht Hohenlimburg und dem TuS Holthausen war eine richtige Entscheidung. Das vergangene Jahr bestätigte dies auf allen Ebenen. Das Vereinsleben hat an Vielfältigkeit zugenommen. Die befürchteten Schwierigkeiten in der Strukturanpassung der beiden Vereine haben kaum stattgefunden, und der Verein zieht sehr einheitlich an einem Strang.

Philipp Leichtnam: Die SG ist wirtschaftlich wieder gesund. Das belegen die Berichte des Vorstandes. Wenn ich darauf zurückblicke, dass wir vor meinem Eintritt in den geschäftsführenden Vorstand im Jahr 2015 kurz vor der Zahlungsunfähigkeit standen, dann haben sich die vielen Mühen in puncto Restrukturierung gelohnt.

Bernd Ebmeier: Der Zusammenschluss beider Vereine hat für beide Parteien Vorteile gebracht, Reibungspunkte gab es kaum. Momentan läuft die Vereinsplanung relativ ruhig und zügig. Finanziell gibt es immer Luft nach oben, um da im Rennen zu bleiben, müssen wir immer am Ball bleiben.

Frank Rafflenbeul: Von den ersten Gesprächen bis zur abgeschlossenen Fusion gab es fast jeden Tag spannende Fragen zu lösen, was uns aber gut gelungen ist. Mittlerweile sind wir unserem Ziel nahe, eine Sportgemeinschaft zu sein. Dies gilt für die Mitglieder als auch für den neuen Vorstand.

Welche Ziele und Ansprüche werden verfolgt?

Stenner: Ziel muss sein, sich so aufzustellen, dass wir in Summe noch mehr in der Gesellschaft ankommen. Das kann nur über den Weg der offenen Kommunikation nach innen und nach außen führen. Dieses muss nicht immer einfach sein, und das wird es auch nicht, da eine pluralistische Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn jeder jedem mit Respekt und Verantwortung begegnet. Deswegen muss die SG den Anspruch haben, sich offen in alle Richtungen entwickeln zu können, unabhängig von Sportart, Nationalität und Glauben.

Ebmeier: Sportlich gesehen sollte es unsere Prämisse sein, natürlich so gut wie möglich abzuschneiden, aber nicht um jeden Preis. Das Fußballspielen muss allen und vor allem im Jugendbereich Spaß machen. Auch in der Tischtennisabteilung wird fleißig im Senioren- und Jugendbereich gearbeitet. Dank der Tischtennissenioren konnten wir Anfang 2017 eine Kindertischtennisgruppe gründen. Diese beiden Mannschaften möchten wir erhalten und nach Möglichkeit ausbauen. In den Abteilungen Aerobic, Kinder- und Damenturnen möchten wir versuchen, uns stärker aufzustellen. Diese wurden in den vergangenen Jahren zu oft vernachlässigt. Seit der Fusion hat hier jedoch ein klares Umdenken stattgefunden.

Rafflenbeul: Ziel und Anspruch der SG sollte es sein, nunmehr aus sich selbst heraus zu wachsen und so den Mitgliedern zukünftig ein möglichst großes Sport- und Freizeitangebot unterbreiten zu können. Nur so wird in Zukunft ein Verein in der Vereinslandschaft überlebensfähig sein.

Was hat Ihnen im vergangenen Jahr gefallen?

Leichtnam: Definitiv die sehr gute und engagierte Mitarbeit des Vorstandes, der Trainer, Betreuer und Eltern, die einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass die SG gesellschaftlich relevante und geschätzte Werte wie Fair Play, Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft vermitteln kann.

Ebmeier: Die ehrenamtliche Arbeit der Trainer und Betreuer kann gar nicht genug hervorgehoben werden, sowie die unermüdliche Mithilfe, sei es durch Sachspenden oder Mitarbeit der Eltern.
Rafflenbeul: Neben den Ehrenamtlichen möchte ich unseren Kassierer Philipp Leichtnam hervorheben, der im ersten Jahr den größten Teil der Verwaltung der SG weitestgehend allein aufgebaut und bewältigt hat, und das mit einem wirklich sehr guten Ergebnis. Wir können zwar immer noch nicht aus dem Vollen schöpfen und sehen der Sportstättennutzungsgebühr mit Skepsis entgegen, gehen aber davon aus, dass wir auch dieses Problem in den Griff bekommen werden.

Was für Wünsche haben Sie für die Zukunft?

Leichtnam: Ich würde mir wünschen, wenn wir noch weitere lokale Sponsoren und Unterstützer finden würden, mit deren Unterstützung wir dann unseren Teil zum sozialen Leben im Raum Hagen beitragen können. Insbesondere im Bereich ,Unified’ (Menschen mit Behinderung und Partner, Anm. der Red.) sehe ich ein gewaltiges Wachstumspotenzial. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass uns unsere Vorstandsmitglieder, Trainer und Betreuer, die sich extrem gut einbringen, uns die Treue halten.

Rafflenbeul: Ich wünsche mir, dass sich die SG sportlich und finanziell stabilisiert.

Stenner: Die SG muss sich unserer Gesellschaft noch stärker öffnen, als es uns im zurückliegenden Jahr schon gelungen ist. Sei es durch die Inklusion von Menschen mit Handicap oder die Integration von Geflüchteten in unsere Gesellschaft. Jeder soll das Recht erhalten, sich sportlich dort betätigen zu dürfen, wo es ihm Spaß macht.

Jahrestagung im Gemeindehaus

Die SG Hohenlimburg/Holthausen lädt am Freitag, 26. Januar, ein zur Jahreshauptversammlung 2018. Diese beginnt um 19 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Gnadenkirche Holthausen an der Holthauser Straße.

Im Vorstand müssen unter anderem der 2. Vorsitzende, der Geschäftsführer und der sportliche Leiter gewählt werden.

 

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