Hagens Sportler werden ab 2018 von der Allianz der Unvernunft zur Kasse gebeten

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Ratssitzung vom 14. Dezemer 2017:

Die Unvernunft hat leider gesiegt. Obwohl unser Sportausschussvorsitzender Dietmar Thieser am Donnerstag in der
Ratssitzung zahlreiche Argumente gegen die Einführung der Sportstättengebühr für Vereine aufzählte, traf die
Allianz aus CDU, FDP, Grünen – und neuerdings auch Hagen aktiv – eine katastrophale Entscheidung für den Hagener
Sport.

Ab 2018 müssen alle Sportler in die Tasche greifen, damit der Kämmerer im Jahr 180 000 Euro plus Mehrwertsteuer
mehr auf seinem städtischen Konto verbuchen kann.

Der Sportausschuss hatte diese Gebühr zwei Tage zuvor abgelehnt. Aus gutem Grund, denn viele Fragen, die das
bürokratische Monstrum aufwirft, sind noch gar nicht geklärt. Vor allem die Frage, mit welchem – auch finanziellem
– Aufwand die Stadt Hagen das Geld von den Vereinen eintreiben wird.

Fest steht, dass zunächst einmal allein mit über 140 Vereinen Verträge geschlossen werden müssen. Fraglich ist auch, ob die im Frühjahr erhobenen
Sportstätten-Belegungszahlen für 2018 und die Folgejahre überhaupt noch gelten. So machte Dietmar Thieser
deutlich, dass es zahlreiche Widersprüche geben wird, die ebenfalls bearbeitet werden müssen. Auch ein
Mahnverfahren ist nicht auszuschließen. Was dann für den Kämmerer unterm Strich noch übrig bleibt, steht nach
wie vor in den Sternen.

Doch der Vorschlag der SPD-Ratsfraktion, die Sportstättengebühr in dieser Form in der letzten Ratssitzung des Jahres
nicht zu beschließen um sie im Januar und Februar in den anstehenden Haushaltsberatungen unter
Vernunftsaspekten erneut zu diskutieren, wurde von Kämmerer Christoph Gerbersmann brüsk zurückgewiesen.
Hagens oberster Buchhalter drohte wie gewohnt mit der Arnsberger Aufsichtsbehörde und spielte erneut den Sport
gegen die Kultur und soziale Einrichtungen aus, in dem er weitere Sparmaßnahmen in diesen Bereichen ankündigte,
wenn die Gebühr nicht beschlossen wird.

Die SPD-Fraktion lehnt die Gebühr nach wie vor ab und wird nun mit Argusaugen auf die Umsetzung und die nicht zu
vermeidenden Auseinandersetzungen zwischen Sportvereinen und der Stadt schauen um immer wieder den Finger
in die Wunde zu legen, die durch die „Allianz der Unvernunft“ ohne Not aufgerissen wurde.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Reitmajer
Geschäftsführer
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Hagen
www.spd-fraktion-hagen.de
Rathausstraße 11
58095 Hagen