Vorbildliche Integration bei der Sportgemeinschaft

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Hohenlimburg-Holthausen

Die A-Jugend der im letzten Jahr fusionierten SG Hohenlimburg-Holthausen ist Vorreiter in puncto Integration. Coach Tobias Doleschal kümmert sich schon länger um die Integration von Migranten in das Vereinsleben und müht sich auch im privaten Rahmen darum. Durch finanzielle Unterstützung der Stadt Hagen aus dem Projekt „Integration von jugendlichen Flüchtlingen im Sportverein“ und der Beratung durch den Stadtsportbund Hagen e.V. konnte der Verein einen Schritt weitergehen, noch mehr junge Menschen „aufnehmen“ und sogar zu dieser Saison eine integrative Mannschaft für den Ligabetrieb melden. War der Migrantenanteil der A-Jugendlichen im vergangenen Jahr noch circa 30 Prozent, besteht die Mannschaft jetzt zur Hälfte aus Migranten.

Das Team spielt in der Kreisliga B und bekleidet dort zurzeit mit 16 Zählern und einem Torverhältnis von 30:44 den siebten Tabellenplatz. Zum Ende des vergangenen Jahres organisierten die Trainer der Spielgemeinschaft ein Begegnungsfest, das sehr gut angenommen wurde. Vereinsvorsitzender Clemens Stenner ist von der Entwicklung hellauf begeistert: „Das ist ein großer Erfolg. Das erkennt man alleine schon daran, dass die Jungs mit Spaß und Leidenschaft dabei sind“.

Mit Spaß die Leistung steigern

Aber auch in bezug auf die tatsächlichen Erfolge in der Liga ist sich Stenner sicher: „Die Jugendlichen sollen durch Spaß Leistung erbringen, woraus sich Erfolge ableiten lassen. Die Erfolge sollen den Spaß zur Leistung steigern, so wie es für unsere Leistungsgesellschaft erforderlich ist.“

Die Erfolge möchten die Hohenlimburger und Holthauser nun ausbauen und in der zweiten Saisonhälfte einen noch leistungsorientierteren Ansatz fahren. Das Trainergespann Tobias Doleschal und Max Makowski hat sich dafür neue Konzepte ausgedacht. Clemens Stenner nannte abschließend drei Punkte, durch die Flüchtlingsintegration funktionieren kann: „Wenn wir den Menschen eine Perspektive geben, wir sie über die Freude an der Sache zur Leistung bewegen können und wenn Erfolge sichtbar werden. Das gilt aber nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für Einheimische.“

 

Autor: Fabian Sommer

Link: WP-Bericht